Es gibt Autos, die zur Landschaft gehören. In Italien ist das kein Volvo und kein BMW, sondern ein Alfa. Also haben wir uns einen Tonale Plug-in-Hybrid Q4 geschnappt und sind von Verona Richtung Dolomiten aufgebrochen. 280 PS Systemleistung, Allradantrieb über einen Elektromotor an der Hinterachse, elektrische Reichweite von rund 70 Kilometern.
Erster Eindruck
Der Tonale ist der kompaktere Alfa-SUV unterhalb des Stelvio. Technisch basiert er auf dem Jeep Compass – kein großes Geheimnis bei Stellantis. Aber Alfa hat Mühe darauf verwendet, dem SUV einen eigenen Charakter zu geben. Die Front mit dem charakteristischen Trilobo-Grill, die eigenständigen Scheinwerfer, das kurze Heck – es ist ein echter Alfa.
Auf der Passstraße
Die Dolomiten-Pässe sind der ultimative Härtetest für ein Auto. Der Tonale überrascht: Die Lenkung ist für ein SUV präzise, die Dämpfung schluckt die Flickwerk-Asphaltpassagen souverän, und der Hybridantrieb liefert einen schönen Elektro-Boost beim Beschleunigen aus Spitzkehren heraus. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt, ohne unbequem zu werden.
Was den Alfa ausmacht
Innen ist der Tonale ein Alfa: viel Rot, viel Alcantara (optional), zwei runde Instrumente hinter dem Lenkrad, die an den 8C erinnern. Das Infotainment ist Standard-Stellantis, funktioniert aber einwandfrei. Der Verbrauch im Gebirge: 7,8 Liter Super auf 100 Kilometer bei leerer Batterie – ein akzeptabler Wert.
Fazit
Der Tonale wird den Alfa-Puristen den V6 nicht ersetzen, aber er ist ein ehrlicher, charakterstarker Kompakt-SUV. Für ein Leben in den Bergen – und für den Weg dorthin – ein guter Kompromiss.




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