Von außen fast unauffällig, bis man die ausgestellten Kotflügel sieht. Innen ganz normaler A6 Avant – bis das Lenkrad in der Hand liegt und der Motor startet. Der 4,0-Liter-V8 mit zwei Turboladern leistet in der performance-Variante 630 PS und 850 Nm. Allradantrieb, 8-Stufen-Automatik, mittlerer Hinterachsdifferenzialsperre. Von null auf 100 in 3,4 Sekunden, Spitze auf 305 km/h limitiert.
Autobahn ist seine Heimat
Auf der A9 Richtung Süden zeigt der RS6, wofür er gemacht ist. Bei Tempo 250 fährt er, als wäre er bei 120 – unbeeindruckt, souverän, völlig ruhig. Der V8 brummt im Hintergrund, aber die Kabine bleibt leise. Erst wenn man das Gaspedal durchtritt, meldet sich der Motor mit einem bassigen Grollen zurück.
Verbrauch? Bitte nicht fragen
Auf unserer Testfahrt lagen wir bei 14,2 Litern auf 100 Kilometer – bei moderater Fahrweise. Wer ihn ausreizt, kommt leicht auf über 20 Liter. Die 73-Liter-Tankgröße reicht so für knapp 500 Kilometer Reichweite. Mild-Hybrid-Technik mit Startergenerator mildert das etwas ab, mehr aber auch nicht.
Innen alles Oberklasse
Innen ist der RS6 ein Audi A6: zwei Touchscreens, digitales Cockpit, Massage-Sitze mit RS-Prägung. Das Platzangebot ist üppig, der Kofferraum fasst 565 Liter, mit umgeklappter Rückbank 1680 Liter. Ein echter Lademeister, der nebenbei einen Sportwagen in die Tasche steckt.
Fazit
Der RS6 performance ist das vielleicht beste Alltags-Rennauto, das man kaufen kann. Teuer in Anschaffung und Unterhalt, aber ohne Kompromisse. Wer einen Kombi braucht und 630 PS will, hat kaum Alternativen.




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