Es gibt 911er für den Alltag, für die Autobahn, für die Rennstrecke. Und es gibt den 964 Carrera RS – ein Auto, das klar für Letzteres gebaut wurde. Vorgestellt 1991, war der RS der puristischste Serien-911er seiner Generation. Keine Servolenkung, kein Antiblockiersystem bis zur Modellpflege, keine Fensterheber elektrisch.
Was ihn ausmacht
Der 964 Carrera RS basiert auf dem normalen 964 Carrera 2, bekam aber umfassende Modifikationen für die Leichtbau-Philosophie: dünnere Fensterscheiben, Aluminium-Haube, Rennsitze von Recaro, kein hinterer Rücksitz, keine Dämm-Materialien. Ergebnis: 1230 Kilogramm – rund 120 Kilogramm leichter als der normale Carrera 2.
Antrieb und Fahrgefühl
Der 3,6-Liter-Boxer-Sechszylinder leistet 260 PS (gegenüber 250 PS beim Basis-Carrera). Die kurzere Schaltbox mit synchronisiertem Rückwärtsgang, das straffere RS-Fahrwerk mit um 40 Millimeter tieferer Schraubfeder und das Sperrdifferenzial machen ihn zu einem Fahrzeug, das sich zu 100 Prozent nach klassischem 911 anfühlt. Direkt, kompromisslos, absolut Fahrer-fokussiert.
Preise und Verfügbarkeit
Mit nur 2282 gebauten Exemplaren weltweit ist der 964 Carrera RS ein echter Sammler. Preise für gut erhaltene Fahrzeuge beginnen bei etwa 350.000 Euro, besonders dokumentierte Fahrzeuge mit Erstlack und niedrigen Laufleistungen gehen deutlich darüber. Die Sondervarianten N/GT und RS 3.8 sind nahezu unbezahlbar.
Fazit
Der 964 Carrera RS ist das Auto, das viele moderne 911er trotz ihrer überlegenen Leistungsdaten nicht ersetzen können. Ein Auto, das man einmal im Leben gefahren sein sollte.




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