Ford Mustang Dark Horse: Ein V8, der sich nicht entschuldigt

Während alle anderen auf Elektro umstellen, bringt Ford einen Mustang mit 5,0-Liter-Saugmotor und manueller Sechsgangschaltung. Die Dark-Horse-Version ist die wildeste Variante.

Es gibt Autos, die zur Vernunft rufen. Und es gibt den Ford Mustang Dark Horse. 5,0 Liter Hubraum, acht Zylinder in V-Anordnung, kein Turbolader, kein Elektromotor. 453 PS, 540 Nm, auf Wunsch mit Schaltgetriebe von Tremec. Hinterradantrieb. Keine Entschuldigung.

Ein Fossil – im besten Sinne

Dass es diesen Mustang überhaupt noch gibt, ist ein kleines Wunder. Die siebte Generation hält am klassischen Rezept fest: lang, breit, laut, hecklastig. Der Dark Horse ist die radikalste Variante der Baureihe – mit MagneRide-Dämpfern, Brembo-Bremsen und Torsen-Differenzial. Optional gibt es ein Handling-Paket mit Semi-Slick-Reifen und schmalerem Steuerrad.

Fahreindruck

Der Mustang Dark Horse ist nicht so schnell wie ein BMW M3 oder ein AMG C 63. Von 0 auf 100 braucht er rund 4,4 Sekunden. Aber er fühlt sich schneller an, weil er direkter antwortet. Der Sauger reagiert verzögerungsfrei, die Schaltung ist knackig, das Heck will mitarbeiten. Auf schnellen Landstraßen entfaltet er sein ganzes Können – mit einem Grinsen, das sich lange nicht abschüttelt.

Innen – Ford, nicht Mercedes

Innen merkt man, dass der Mustang preislich weit unter europäischen Sportwagen liegt. Das Infotainment ist groß und bunt, die Materialien funktional. Dafür stimmen die Sitze, das Lenkrad liegt richtig, und der Blick über die lange Motorhaube ist ein Erlebnis für sich.

Fazit

Der Mustang Dark Horse ist ein ehrliches Auto in einer Zeit, in der Ehrlichkeit beim Autobau selten wird. Er wird nicht ewig halten – spätestens mit der nächsten Generation ist der V8 Geschichte. Wer so ein Auto noch mal neu kaufen will, sollte nicht zu lange warten.

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